Casino Gewinne versteuern – Ist das notwendig?

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„Nur Zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer“ – Benjamin Franklin

Das deutsche Steuerrecht ist nicht unbedingt eine leichtzunehmende Abendlektüre, es ist kompliziert und sorgt selten für gute Laune. Mit der Steuer müssen wir uns leider immer dann beschäftigen, wenn unsere Laune am besten ist, sprich wenn wir zu Geld gekommen sind, denn Steuern werden für die meisten nur relevant, wenn sie etwas verdienen. Doch wie genau funktioniert das eigentlich bei Casino Gewinnen? Ab wann muss man Steuern zahlen?

Stell dir vor, du knackst den progressiven Jackpot von Mega Moolah! 10 Millionen Euro! Der erste Gedanke ist sicher: „WOW!“ Der zweite vielleicht: „Ist das wirklich alles meins, ab wann muss ich Steuern zahlen?“ Wie sind Steuern und Casino Gewinne in Deutschland geregelt? Damit haben wir uns in diesem Artikel etwas genauer befasst. Wir möchten Klarheit schaffen, damit du dir beim Zocken keine Sorgen machen musst

Ab wann muss man Steuern zahlen?

Die wichtigste Frage die du dir wahrscheinlich stellst ist was nach einem Gewinn genau steuerpflichtig ist und was nicht. Die wenigsten machen sich die Mühe dieses Thema genauer zu erforschen. Was wäre, wenn? Du weißt ja gar nicht ob du überhaupt etwas gewinnst.

Vielleicht hast du aber auch schon jahrelang in verschiedenen Casinos Gewinne eingestrichen und wunderst dich ob du dich mit deinem Schweigen vor dem Finanzamt strafbar gemacht hast? Vielleicht gehörst du auch zu den ganz glücklichen und du hast gerade einen Jackpot geknackt, der dich zum Millionär macht und möchtest dich nun genauer über die Einzelheiten informieren.

Am besten wir fangen ganz von vorne an: Wenn es um Glücksspiele geht, gibt es grundsätzlich drei verschiedene Arten von Steuern, die wichtig werden können. Die Einkommenssteuer, die Umsatzsteuer und die Abgeltungssteuer.

Die Umsatzsteuer wird auf jegliches Entgelt, dass aus unternehmerischer Tätigkeit entsteht, aufgerechnet. Ein zehnjähriger Gerichtsprozess, der 2017 zu einem Ende gekommen ist, hat die finale Entscheidung getroffen, dass jegliches Glücksspiel, ob in einem professionellen Rahmen geführt oder als Hobby betrieben, keiner unternehmerischen Tätigkeit unterliegt. Damit gilt UstG § 4 Nr. 9b: „Von den unter § 1 Abs. 1 Nr. 1 fallenden Umsätzen sind steuerfrei: die Umsätze, die unter das Rennwett- und Lotteriegesetz fallen.“ Gewinne aus dem Casino unterfallen also nicht der Umsatzsteuer.

Die Einkommensteuer wird auf jegliches Einkommen natürlicher Personen und Unternehmen berechnet. Unternehmen können dabei alle Kosten summieren und von dem zu versteuernden Einkommen abziehen. Beim Glücksspiel wird hierbei unterschieden, wer das Glücksspiel nur als reines Hobby führt oder wer als professioneller Spieler gilt. Jemand, der mit dem Glücksspiel seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet, ist Einkommensteuerpflichtig. Dabei gilt aber die Unternehmerregelung, das heißt anfallende Kosten und Verluste können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Das kann professionellen Glücksspielern auch zu Gute kommen, da sie eventuelle Verluste und Reisekosten von ihren Gewinnen abziehen können.

Die Abgeltungssteuer ist eine Kapitalertragssteuer, die auf Zinsen oder Dividenden gezahlt wird. Die Abgeltungssteuer wird fällig für Casino Gewinne ab dem zweiten Jahr. Das heißt also, wenn du einen Batzen gewonnen hast und ihn auf der Bank stehen lässt, ist jeglicher Zins für das erste Jahr steuerbefreit. Danach wird es ganz normal besteuert wie jedes andere Geld, dass du auf der Bank liegen hast, auch. Für den Hobbyspieler gilt also die goldene Regel: Casino Gewinne sind steuerfrei.

Zusätzlich gibt es auch keine sogenannte Meldepflicht bei Einkommen aus Glücksspielen. Das heißt du brauchst dir keine Sorgen zu machen, wenn du die letzten Jahre bei deiner Steuererklärung deine Casino Gewinne nicht angegeben hast. Wenn es zu Ungereimtheiten kommen sollte, wird sich das Finanzamt direkt bei dir melden um nach der Herkunft der Gelder zu fragen. Hier empfiehlt es sich Quittungen für alle Casino-Auszahlungen feinst säuberlich aufzuheben.

Glücksspiel als Einkommen

Wie zuvor erwähnt, unterscheidet der deutsche Staat zwischen einem Hobby-Spieler und einem Berufs-Spieler. Die Unterscheidung ist nicht einfach, die Beweislast hängt beim Staat und die Grenze ist nicht leicht zu ziehen.
Ein Berufsspieler ist definiert als jemand, der:

  • Regelmäßig spielt
  • Seinen Hauptunterhalt durch Casino Gewinne erwirtschaftet
  • Klar im Profit liegt

Laut Staat ist ein solcher Spieler, per Definition kein Glücksspieler. Er besitzt besondere Fähigkeiten, wie analytisches Denken und mathematische Kenntnisse, die es ihm ermöglichen auf gezielte Weise Profite zu erwirtschaften. Umstritten ist so etwas zum Beispiel bei vielen professionellen Poker-Spielern, die konstant Gewinne einfahren. Per Gesetz bleibt Poker aber ein auf Glück basiertes Spiel.
Praktisch gesehen heißt das aber für dich, dass du dir keine Sorgen darüber machen musst. Du bist ein Hobby-Spieler und brauchst deine Gewinne nicht bei der Steuererklärung anzumelden, bis anders bewiesen. In der Regel kommt das Steueramt auf Großverdiener direkt zu und verlangt eine Steuernachzahlung. Dazu schauen wir uns später genau den Fall von Eddy Scharf an, einem professionellen Pokerspieler, der einen Prozess mit dem Finanzamt geführt hat.
Abgesehen davon ist bis zum heutigen Tage das Pokerspiel die einzige Ausnahme, bei dem ein gewerbliches Einkommen, das heißt ein Spielen auf professioneller Ebene, das gegebenenfalls der Einkommensteuer unterliegen würde, nachgewiesen wurde. Bei Lotterie-, Wett- oder Automatenspielen brauchst du dir weniger Sorgen machen.

Wieviel Geld darf man steuerfrei auf dem Konto haben?

Wie zuvor erwähnt spielt die Summer im Prinzip keine Rolle. Wichtig ist, ob das Glücksspiel auf professioneller Ebene getätigt wird. Wenn du also den Jackpot bei Mega Moolah knacken würdest und plötzlich 10 000 000 € auf dein Konto gezahlt werden, ist das überhaupt kein Problem. Sicher werden dich aber die Finanzämter genauer prüfen, je grösser die Summen, die du gewinnst. Um sicherzugehen solltest du dir eine Bestätigung des Casinos ausstellen lassen, dass die besagte Summe eine Gewinnauszahlung ist.

In der Regel werden Casinos mit der Auszahlung automatisch eine Quittung mitliefern. Diese musst du in jedem Fall aufbewahren. Beim Steueramt musst du von dir selber nichts melden, nur wenn dich das Finanzamt kontaktiert, kannst du auf die Quittung verweisen und den steuerfreien Gewinn geltend machen. Bei einer einmaligen hohen Zahlung gibt es dabei keine Probleme. Solltest du aber regelmäßig von Online Casinos Zahlungen empfangen, kann es sein, dass das Finanzamt eine Einkommenssteuer verlangt.

Glücksspiele außerhalb der EU

Casinos, die innerhalb der EU lizensiert sind, unterliegen gewissen Richtlinien, die es dir ermöglichen steuerfrei Gewinne zu erwirtschaften. Diese Casinos müssen ihre Umsätze in der EU vorschriftsgemäß versteuern. Wenn du außerhalb der EU, zum Beispiel in einem Karibikstaat oder in Amerika große Gewinne einführst, können diese vom Zoll beschlagnahmt werden, die Steuern sind dann also dein geringstes Problem. Um sicherzugehen spiele nur in EU-lizensierten Casinos. Du kannst dich darüber in den AGBs informieren oder im Support-Chat genauer nachfragen, ob das Casino in Europa lizensiert ist.
Gewinne außerhalb der EU unterfallen dem Einfuhrzoll von Bargeld, welcher ab einer Höhe von 10 000 € angemeldet werden muss und streng reguliert wird. In Amerika gibt es zusätzlich eine sehr hohe Steuer auf Casino Gewinne. Die kann zwar als EU-Bürger durch das Beantragen einer ITIN-Nummer umgangen werden, was bei Summen unter 10 000 €, hilft bei einer großen Summe und der Zolleinfuhr nach Deutschland aber auch nicht weiter.

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Zinsen auf Gewinne

Große Achtung ist gefordert, wenn es darum geht Gewinne lange auf der Bank ruhen zu lassen. Denn wie zuvor erwähnt sind Zinsen auf Gewinne steuerpflichtig. Die Abgeltungssteuer beträgt 25% auf alle Erträge, die mit den Gewinnen erwirtschaftet wurden. Solltest du einen großen Gewinn einfahren, lohnt es sich, früh genug langfristig zu planen, was mit dem Geld angestellt werden kann.

Prozess Scharf

Eduard Scharf, der Mann, der in Deutschland das Finanzamt über die Erhebung der Einkommenssteuer auf seine Casino Gewinne herausforderte, sorgte für viele Schlagzeilen. Eduard Scharf ist Pilot für die Lufthansa und über einen Zeitraum von mehreren Jahren hatte er bei diversen Poker-Turnieren knapp eine Millionen USD eingestrichen. Das Finanzamt behauptete, er könnte sich bei den Spielen nicht nur allein auf sein Glück verlassen und forderte nach einer Gewerbeartigen Besteuerung. Scharf konterte und behauptete zusammen mit seinem Anwalt seine Spiele seien von purem Glück gelenkt. Schlussendlich entschied das Gericht gegen ihn und für eine Besteuerung nach der Einkommenssteuer.

Laut Angaben des Gerichts hatte Eduard Scharf in mehreren Situationen damit geworben, dass seine Fähigkeiten ihm erlauben, die Glücksvariable aus dem Poker durch sein Können und seine Erfahrung zu minimalisieren. Er behauptete, wenn Poker ein Glücksspiel sei, würde er es nicht spielen. Später wurden diese Aussagen durch ihn im Gericht widerrufen und er beharrte auf die Unberechenbarkeit des Spiels. Für das Gericht, reichte dies aber nicht aus.

Ob Poker nun ein Glücksspiel ist oder nicht ist Diskussion, die schon seit langer Zeit geführt wird.

Dieser Fall gilt als absoluter Präzedenzfall, jedoch bezieht er sich nur auf das Pokerspiel allein. Die meisten Spiele in Online Casinos sind unangefochten steuerfrei. Scharf muss die Einkommenssteuer bezahlen, weil das Gericht entschieden hatte, das Poker sich von anderen Glücksspielen grundlegend unterscheidet.

Gesetzesänderung für die Zukunft

Für die Zukunft sieht es nicht so aus, als ob sich viel an der Gesetzeslage ändern wird. Das Casinogeschäft ist fest in unserer Wirtschaft etabliert und genießt mittlerweile einen guten Ruf. Der zehnjährige Prozess mit Eduard Scharf zeigt wie konstant und verlässlich unser Rechtssystem die Glücksspieler vertritt.
Poker als einzige Ausnahme könnte in den nächsten Jahren verschärftere Regelungen erhalten, dies liegt aber nicht an der Einstellung das Staates gegenüber Glücksspielen, sondern daran das Poker vielleicht nicht mehr zu hundert Prozent als Glücksspiel bezeichnet werden kann. Die Erfahrung zeigt, dass erfahrene Pokerspieler auf lange Zeiträume hin konstant Gewinne einfahren, was dem Prinzip des Glücks direkt widerspricht.

Österreich

In Österreich ist die Gesetzgebung, wenn es zur Versteuerung von Casino Gewinnen kommt, sehr einfach. Eine Unterscheidung zwischen Hobby- und Berufsspieler gibt es dort nicht. Es gilt grundsätzlich: Alle Gewinne sind steuerfrei. Dies bedeutet aber nicht, dass Deutsche in Österreich sorgenfrei zocken können. Bei der Steuer kommt es immer auf den Wohnsitz des Spielers an und weniger auf den Standort des Casinos. Wer korrekt bleiben will informiert sich also immer am besten über die rechtliche Lage im Heimatland.

Schweiz

Die Schweiz steht dem Glücksspiel nicht ganz so offen gegenüber wie Deutschland und Österreich. Da die Schweiz nach einem föderalistischen Prinzip aufgebaut ist, werden nur sehr wenige Entscheidungen auf Bundesebene gefällt, in den meisten Fällen bleiben die Kantone autonom und entwerfen ihre eigenen Regeln. So auch wenn es um die Versteuerung von Glücksspielen geht. Den höchsten Steuersatz gibt es im Kanton Zürich mit 35% pauschal auf alle Gewinne. Gewinne unter 1 000 CHF müssen nicht angezeigt werden.

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FAQ

Fassen wir noch einmal die häufigsten Fragen in einem FAQ zusammen, damit du die Antworten zu den wichtigsten Fragen in einem Blick finden kannst.

Müssen Casino Gewinne versteuert werden?

Grundsätzlich nein. Es gibt eine Trennung zwischen Hobby und Berufsspielern, die im Prinzip aber nur auf das Pokerspielen zutrifft.

Wie viel Geld kann man steuerfrei gewinnen?

In Deutschland gibt es kein Limit für die Steuerfreiheit von Casino Gewinnen. In Österreich ist es ähnlich geregelt. Die Schweiz hat eine Maximalsumme von 1 000 CHF bundesweit festgesetzt. Gewinne aus dem Ausland unterliegen der Einfuhrzoll von Bargeld, müssen aber nicht in Deutschland versteuert werden. In Amerika werden Gewinne mit 30% versteuert, es gibt aber ein Abkommen zwischen der EU und der USA, durch das Beantragen einer ITIN-Nummer können Gewinne steuerfrei exportiert werden.

Muss ich dem Finanzamt meine Gewinne melden?

Eine Meldepflicht für Casino Gewinne gibt es nicht. Dennoch ist es sehr wichtig alle Gewinne und Auszahlung seitens der Casinos zu dokumentieren und Quittungen aufzubehalten. Das Finanzamt kann eine Anfrage stellen, dann muss bewiesen werden, dass jegliche Einkommen aus Glücksspiel Gewinnen entstanden sind und keiner Steuerpflicht unterliegen. Die erforderlichen Papiere können immer vom Casino bei einer Auszahlung verlangt werden.

Wie kann ich einen Casino Gewinn nachweisen?

Eine Quittung des auszahlenden Casinos ist völlig ausreichend. Wichtig ist diese immer aufzubewahren, da das Finanzamt zu jeder Zeit eine Erklärung für die Gelder fordern kann.

Wie muss ich Wettgewinne versteuern?

Wettgewinne unterliegen derselben Regelung wie Casino Gewinne. Sie unterliegen der Steuerfreiheit.

Wie viel Steuern muss ich bei einem Lottogewinn zahlen?

Lottogewinne unterliegen auch der Steuerregelungen von Glücksspielen. Nur in der Schweiz sind Lottogewinne in jedem Kanton steuerpflichtig.

Wir hoffen, dass wir alle Fragen beantworten konnten und etwas Klarheit über die steuerliche Lage bezüglich Casino Gewinnen schaffen. In Deutschland genießen wir eine extrem privilegierte Situation was die Auszahlung von Glückspielgewinnen angeht. Diese gilt es absolut auszunutzen.

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